© DAV

Überschreitung der Kogelseespitze

Tolle Grattour in den Lechtaler Alpen

08.07.2026

Vorbei an den Gramaiser Bergseen über einen wunderbaren Grat zum Gipfel. So sieht eine perfekte Bergtour aus!

Der Normalweg auf die Kogelseespitze ist vielen bekannt. Unschwer geht es von der Hanauer Hütte auf den Gipfel mit der umfassenden Aussicht.

Die Überschreitung über den Nord-Ost-Grat ist deutlich anspruchsvoller und wird deshalb auch weniger begangen.

Wir starteten unsere gut 13km lange Rundtour in Gramais. Von dort ging es ohne große Umschweife, recht direkt hoch zum Kogelsee. Dieser ist der größte der Gramaiser Bergseen. 

Ein unscheinbarer Pfad biegt dann im Geröll ab und führt direkt in die Felswand der Kogelseespitze. Dort geht es mal vorsichtig über Geröll, immer wieder kletternd und auf lockere Steine achtend hoch zum langezogenen Grat welcher auf den Gipfel führt.

Dabei muss man sich entscheiden: Tief- und Ausblicke genießen oder weitersteigen. Beides geht nicht gleichzeitig. Die volle Konzentration welcher der Weg erforderte war auch der Grund, weshalb nicht alle den Bartgeier sahen welcher recht niedrig über uns hinweg flog.

Nach einer verdienten Pause auf dem 2647m hohem Gipfel ging es vorbei an einer Steinbockherde hinunter zum Guffelsee. Dieser liegt malerisch unterhalb der ebenfalls beeindruckenden Parzinnspitze auf 2281m. Der weitere Abstieg nach Gramais erforderte noch eine gute Portion Kondition und Trittsicherheit: fast 1000 Höhenmeter Abstieg durch Latschen, Kies und tollen Ausblicken auf die Leiterspitze und den Otterbach mit seinen Wasserfällen.