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Bergbus in die Ammergauer Alpen

17.06.2026

Am 14. Juni fand die erste der beiden Bergbusfahrten in diesem Jahr statt.

Gemeinsam mit der DAV Sektion Memmingen fuhren wir in die Ammergauer Alpen. Die Mitfahrer hatten die Möglichkeit an einer geführten Tour teilzunehmen oder alleine, auf eigene Verantwortung unterwegs zu sein.

 

 

 

Das Angebot der Touren, welche die Tourenleitungen aus Biberach und Memmingen anboten war sehr unterschiedlich: von einer Tour mit wenig Höhenmetern welche vom Schloss Linderhof zum Plansee führte bis zur durchaus anspruchsvollen Überschreitung der Geierköpfe.

Die Tour vom Schloss Linderhof zum Plansee führte die Teilnehmer durch die beeindruckenden Landschaften des Naturparkes Ammergauer Alpen. Zuerst ging es durch das Graswangtal. Eine uralte Kulturlandschaft und zudem das am dünnsten besiedelte und am wenigsten verbaute Tal der Bayrischen Alpen. Der Weg führte von dort zum wilden Friedergries, einer der größten aktiven Schwemmfächer der nördlichen Kalkalpen. Weiter ging es dann entlang der Neidernach zum Plansee. 

Drei Touren fanden im Bereich der bekannten Hochplatte statt. Selbstverständlich stand ein Klassiker wie die Überschreitung der Hochplatte auf dem Programm. Eine lange Tour für konditionsstarke und trittsichere Bergwanderer, vorbei am berühmten Fensterl und dann über den Grat zum langezogenen karstigen Gipfelplateau. Eine landschaftlich abwechlungsreiche Tour mit einem Abstieg durchs malerische Roggenbachtal.

Die beiden anderen Touren führten auf stille, unbekannte Gipfel: die Hochblasse und den Ochsenälpleskopf.

Die Hochblasse ist die unbekannte Nachbarin der Hochplatte und bietet mit ihren beiden sehr unterschiedlichen Pfaden zum Gipfel ein intensives Naturerlebnis.Hier benötigte man Kondition für rund 1000 Höchenmeter und am felsigen Gipfel war Trittsicherheit angesagt.

Weniger Höhenmeter forderte der Ochsenälpleskopf. Auch hier konnte zuerst mal die Blumenpracht der Ammergauer Almwiesen bewundert werden, bevor es dann kurz mal steil zum Gipfel ging. Ein Teil der Gruppe wagte noch den rassigen, ausgesetzten Übergang zum benachbarten Kreuzkopf bevor es dann gemeinsam durch das einsame Kuhkar und über den Schützensteig zurück zur Bushaltestelle ging.

Für die Liebhaber wilder Wege gab es die Überschreitung der Geierköpfe. Die Gruppe starte an der Teufelsbrücke, um dann über den Westlichen Geierkopf zum Mittleren Geierkopf und dann zum dritten Gipfel den Östlichen Geierkopf zu wandern. Nach dem Mittleren Geierkopf wurde der Weg herausfordernd: Kletterpassagen und steile Rinnen mit dem typischen Ammergauer Gebrösel erforderten alpine Erfahrung. Auch beim Abstieg vom dritten Gipfel ging es etwas robuster weiter: weglos über Steilgras und durch Latschen bis man kurz vor dem Neualpsattel wieder auf einen markierten Wanderweg traf.

Am 26. September findet die nächste Bergbusfahrt statt. Diese führt ins vordere Lechtal: auch hier gibt es wieder Touren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.