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Schnupper-Skitour der Jugendgruppe

Gemeinsam mit der Skitourengruppe unterwegs

01.02.2026

 
Skitouren sind mit einigen Gefahren verbunden und dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Deswegen ging eine Gruppe der Jugend zusammen mit zwei ausgebildeten Führern der Skitourengruppe des Alpenvereins gemeinsam auf Tour, um von den Erfahrungen der Leiter zu profitieren. 
Am ersten Sonntag ging es mit einer elfköpfigen Gruppe nach Balderschwang und von dort auf das 1787 Meter hoch gelegene Riedberger Horn. Doch bevor wir uns an den Aufstieg wagten, wurden die LVS (Lawinen Verschütteten Suchgeräte) angelegt und auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Auf die Unterseite der Ski kamen die Felle, die beim Aufsteigen das Zurückrutschen verhindern, als alles funktionierte wie es sollte, konnte es los gehen.  
Im Aufstieg zeigt man uns, wie man Hänge mit verschiedenen Steigungen am besten bezwingt. Bei flacheren Passagen genügt eine normale Kurve, doch sobald es steiler wird, ist es mit sogenannten Spitzkehren leichter. Dabei läuft man parallel zum Hang, dreht den inneren Ski um 180 Grad, fällt dabei im Idealfall nicht in den Schnee, und zieht den äußeren Ski hinterher. Nun steht man genau andersherum als davor und kann weiter bergauf gehen.  
Am Gipfel angekommen gab es frisch gekochten Kaffee und die Vesper wurde ausgepackt. Nach einer kurzen Pause wurden die Felle von den Ski abgezogen und die heiß ersehnte Abfahrt konnte kommen. Hier kam jeder auf seine Kosten, nur etwas zu kurz war sie manchem, verglichen mit dem langen Aufstieg. 
Unten am Parkplatz trainierten wir dann das Suchen von Verschütteten im Schnee. Ein LVS-Gerät wurde im Schnee vergraben und wir mussten es suchen und finden. Eine Aufgabe die leichter klingt als sie ist. Doch mit einigen Tipps war auch das am Ende kein Problem. So ging unsere erste Tour zu Ende. 
Am Sonntag darauf ging es dann direkt wieder los, diesmal zu siebt auf das 2109 Meter hohe Galtjoch. Wir starteten früh morgens und auch diesmal mussten wieder Felle unter die Ski und LVS-Geräte unter unsere Jacken. Nach einem kurzen Check ob alles ordnungsgemäß funktioniert, ging es in den Aufstieg, bei dem der erste Teil über einen Forstweg führte. Nach einigen Metern ging es dann in den ersten Hang, wobei wir auch hier wieder die Spitzkehren übten. Danach führte unser Weg durch einen Wald, wobei wir hier aufgrund des mangelnden Schnees die Ski ab und zu tragen mussten. Angekommen an der Ehenbichler Alm gab es eine kurze Pause.   
Etwa 300 Höhenmeter unterhalb des Gipfels teilten wir uns in zwei Gruppen, die einen erklommen den Gipfel, die anderen entdeckten die Speisekarte der Ehenbichler Alm. Dort trafen wir uns dann erneut und fuhren gemeinsam die letzten Meter unserer Tour über den Forstweg ab. Wir kamen müde, aber auch um einige Erfahrungen reicher am Auto an und traten dann die Rückreise an. 
Diese zwei Touren haben definitiv die Freude am Skitourengehen in uns entfacht und bleiben zwei unvergessliche Erlebnisse. Vielen Dank an unsere Führer aus der Skitourengruppe!